
photo by Adikos
Entgegen der geläufigen Meinung gibt es auch bei der Formulierung des Lebenslauf einen Gestaltungsspielraum. Wie weit der geht, erklären wir heute.
Denkt man an den Aufbau eines Lebenslaufs , so geht damit oft die Vorstellung an ein fixes Regelwerk einher, wobei bereits die kleinste Abweichung vom Standard das Aus im Bewerberrennen bedeutet. Das ist nicht der Fall.
Obwohl beim Lebenslauf mit Fakten jongliert wird, kann man diese durchaus versuchen, etwas individuell anzuordnen. Als Grundsatz gilt: Grafisch ist alles erlaubt, Hauptsache es bleibt so übersichtlich wie möglich. Hier kann man abseits der Norm Punkte sammeln und sich von anderen Bewerbern abheben.
Aber Achtung: An einigen Standards ist nicht zu rütteln. So muss der CV (Curriculum Vitae) mit einer entsprechenden Überschrift wie eben Lebenslauf oder Beruflicher Werdegang versehen werden. Es folgen die persönlichen Angaben.
Übrigens: Ein Foto muss nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nicht mehr eingefügt werden, wird aber dennoch gemeinhin erwartet – zudem lockert es die ansonsten etwas dröge Auflistung von Fakten stilistisch auf.
Inhaltlich folgt die Auflistung der bisherigen beruflichen Stationen. Hierbei gilt der Standard, die aktuellste nach oben. Etwas Spielraum besteht bei den Stichpunkten zu den einzelnen Punkten. Hier kann bezogen auf die entsprechende Station noch einmal speziell gesammelte Berufserfahrung kurz und knapp aufgeführt werden. Die Zeiträume werden gewohnheitsgemäß mit Monat und Jahr links aufgeführt, sollte man jedoch einen anderen sinnvollen Gestaltungsansatz gefunden haben, ist dies kein fixer Standard, den man unbedingt einhalten muss.
Anschließend an die durchlaufenen Stationen folgen Studium, Ausbildung und Schule. Speziell bei der Schullaufbahn lässt sich effizient Platz sparen, indem man Grundschule bis Gymnasium (mit Abschluss Abitur) zeitlich und thematisch zusammenfasst. Schulnamen spielen hierbei keine Rolle.
Im Folgenden können Weiterbildungen und sonstige Kenntnisse (EDV, Führerschein etc.) aufgeführt werden. Hobbys und Interessen sind nicht zwingend, können aber für Leben sorgen. Allzu riskante Hobbies aber können Personaler durchaus abschrecken. “Spektakuläre” Interessen aber können im Jobinterview ein willkommener Gesprächsaufhänger sein, der Sie wiederum von anderen Bewerbern abhebt.
Abschließend sollten die eigenen Stärken dargestellt werden, beschränken Sie sich jedoch hier auf maximal vier Unterpunkte. Verzichten Sie dabei auf gängige Floskeln wie Motivation und Teamfähigkeit, sondern formulieren Sie konkrete Beispiele.
Wenn Sie jetzt den Lebenslauf noch mit Ort, Datum und Unterschrift versehen, steht dem kompletten, leicht individualisierten CV nichts mehr im Wege.